Podiumsdiskussion zum Fachkräftemangel auf der didacta 2024

„Bildung mit Zukunft – Jetzt gestalten!“ war das Motto der diesjährigen didacta. Wir waren dabei!

Im Rahmen der Bildungsmesse 🔗didacta 2024, die vom 20. bis 24. Februar in Köln stattfand, hat das LVR-Landesjugendamt am vergangenen Donnerstag zu einem Fachforum eingeladen. „Den Herausforderungen der Fachkräftegewinnung begegnen“ lautete das Thema. Horizonte-Geschäftsführerin Sylwia Digiacomo (2.v.l.) nahm an der Podiumsdiskussion zum Thema Fachkräftemangel teil.

Kurzfristige Handlungsmöglichkeiten und langfristigen Strategien
Die Expertenrunde zu Handlungsmöglichkeiten und Strategien setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Ausbildung und Träger sowie Landesjugendamt zusammen. Im Blauen Salon des Congress Centrums Ost der Köln Messe saßen Dr. Andy Schieler von der Hochschule Koblenz, Professorin Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin von der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte am Deutschen Jugendinstitut, Dietmar Schönberger vom LVR-Berufskolleg in Düsseldorf sowie Professorin Dr. Heike Wiemert von der Katholischen Hochschule in Köln zusammen mit Sylwia Digiacomo und Sandra Clauß, Fachbereichsleitung „Kinder und Familie“ im LVR-Landesjugendamt Rheinland. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Miriam Nadimi Amin.

DKLK-Studie 2023 zum Personalmangel in Kitas
Nach der öffentlichen Sitzung des LVR-Landesjugendhilfeausschusses am Vormittag mit Vorträgen von Professorin Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin zum Thema Fachkräftemangel und Fachlichkeit und Dr. Andy Schieler, der die Ergebnisse der 🔗DKLK-Studie 2023 vorstellte, beleuchtete die Podiumsdiskussion unterschiedliche Perspektiven aus Ausbildung, Praxis, Verwaltung und Wissenschaft.

Politik und Wirtschaft fehlten
Sylwia Digiacomo eröffnete die Diskussion zu der bereits seit Jahren bestehenden, aber aktuell verschärften Fachkräftekrise und hielt für die Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen und Familienzentren die Fahne hoch. Mit ihrer Erfahrung aus der Praxis und alltäglichen Arbeit in den Einrichtungen ergänzte sie die wissenschaftliche Sicht der anderen Referentinnen und Referenten. Insgesamt war man sich einig, dass trotz allem nach vorne geschaut werden müsse. Zudem habe ein Stuhl für die Politik und ein weiterer für die Wirtschaft zusätzlich in die Runde gehört.

Kein gesellschaftlicher Konsens über Frühe Bildung
Ergebnisse des als „Ideenwerkstatt“ angekündigten zweistündigen Podiumsgesprächs waren unter anderem, dass Frühe Bildung in der Gesellschaft allgemein noch nicht als Bildung anerkannt werde. Die Möglichkeiten der Ausbildung seien dagegen vielfältig, allerdings war man sich einig, dass die Politik nachsteuern müsse – vor allem in puncto Finanzierung. „Bildung kostet nun mal Geld“, so Sandra Clauß vom LVR-Landesjugendamt Rheinland.

Nach abschließenden Rückfragen und Ergänzungen aus dem Publikum endete der Messetag bei einem Gang über die didacta mit tollen Eindrücken und Anregungen für die Zukunft.

Fotos: © Koelnmesse und Horizonte

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